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Affekt
Der Begriff Affekt wird in zwei Bedeutungen verwendet:Nach traditioneller Auffassung ist Affekt ein Zustand starker emotionaler Erregung, der das Verhalten leitet.Nach neuerer Auffassung ist Affekt ein Sammelbegriff für Konstrukte wie Emotion und Stimmung, die mit einem veränderten subjektiven Befinden und mit körperlichen Veränderungen einhergehen. Zu dieser Bedeutung gehört auch der in der Psychopathologie verwendete Begriff Affektivität, welcher Stimmung und Emotionen einer Person sowie die affektive Variabilität bezeichnet.
Akkommodation
siehe: Kognitive Akkommodation
Assimilation
siehe: Kognitive Assimilation
Äquilibration
wesentlicher Entwicklungsmotor, Menschen sind bemüht zwischen Assimilation (siehe: Kognitive Assimilation) und Akkommodation (siehe: Kognitive Akkommodation) ein Gleichgewicht herzustellen.Für ein Baby, einem Kind oder einen Jugendlichen bedeutet ein so hergestelltes Gleichgewicht, dass es bzw. dieser auf jede Anforderung aus der Welt der Objekte mit einer gleich großen Geisteskraft als Vernunft, bzw. Subjekt antworten kann. Man muss beachten, dass kein Mensch mit einem fertigen Äquilibrium geboren wird und dass Babies, Kinder und Jugendliche ein je nach ihrem Alter verschiedenes Gleichgewicht der geistigen Kräfte ausbilden. Nach Piaget werden Babys mit einem Assimilationsüberschuss geboren. Denn schon direkt nach der Geburt folgen sie mit Augen, Ohren und Kopfbewegungen einem hellen Gegenstand, der sich in ihrem Gesichtsfeld bewegt; dies ist bereits eine rudimentäre Handlung zudem wird eine erste Ordnung im sensomotorischen Bereich hergestellt. Ansonsten aber ist diese Motorik noch ganz ungeordnet (Strampelalter).
Behaviorismus
Der Behaviorismus ist ein wissenschaftstheoretischer Standpunkt, der zugrundelegt, dass das Verhalten von Menschen und Tieren mit den Methoden der Naturwissenschaft untersucht werden kann. Er versteht sich somit als eine Theorie der Wissenschaft vom Verhalten, der Verhaltenswissenschaft oder Verhaltensanalyse. Er wurde nach wichtigen Vorarbeiten durch Edward Thorndike von John B. Watson zu Beginn des 20. Jahrhunderts begründet und in den 1950er Jahren vor allem von Burrhus Frederic Skinner gleichermaßen popularisiert wie radikalisiert. Als Vorläufer des Behaviorismus können Iwan Petrowitsch Pawlow und seine Experimente zur Konditionierung von Verhalten angesehen werden. Der Begriff Behaviorismus ist abgeleitet vom amerikanisch-englischen Wort behavior = Verhalten. Behaviorismus ist nicht gleichzusetzen mit Klassischer oder Operanter Konditionierung, wenngleich diese Gesetze von Behavioristen entdeckt wurden.Behaviorismus ist eine Lerntheorie, die auf dem Prinzip der Überwachung bzw. „Anleitung von Oben” basiert. Der klassische Schulunterricht ist ein Beispiel dafür.
Brainstorming
Vor rund einem halen Jahrhundert hat der amerikanische Marketingstratege Alex Osborn der Welt das Brainstorming beschert. Damals wurde Brainstorming eine sagenhafte Wirkung zugeschrieben, obwohl die Technik prinzipiell sehr simpel ist: Alle Teilnehmer einer Gruppe sollen alles, was ihnen zu einem Thema einfällt, völlig unzensiert aussprechen; keine Äußerung darf bewertet, abgewürgt oder kritisiert werden. In diesem freien Spiel der Gedanken werden – so die Hoffnung - gegenseitig Assoziationen, Analogien, kurz die Kreativität stimuliert. Ursprüngliches Ziel war es, mit dem Schöpfergeist der kreativitätsbegabten Menschen den Produktionsprozess zu optimieren. Kritiker bezweifelten von Anfang an die Effektivität des Brainstormings. Tatsächlich wurde sie auch nie belegt. Die Grundannahme, dass sich in einem offenen Klima ohne Befangenheit produktiver arbeiten oder denken lässt als unter Druck oder Restriktionen, stimmt. Bekanntlich wirkt eine erholsame Ablenkung bei Blockaden wahre Wunder. Doch Brainstorming bietet nicht jenen schöpferischen Impetus, der den Gedankenfluss entstaut:1. Die Trägheit der einzelnen Personen reduziert das Gruppenresultat.2. Die Selbstzensur in der Gruppe wird nie ganz ausgeschaltet.3. Einige wenige können die schöpferischen Quellen gezielt verstopfen.
Emotionale Intelligenz
Emotional Intelligente sind nicht nur in der Lage, die Gefühle der anderen und die eigenen zu erkennen - sie können diese vor allem auch bewusst kontrollieren, weshalb sie gerade in brenzligen Situationen den kühleren Kopf behalten.Die Abgrenzung zur interpersonalen und intrapersonalen Intelligenz ist allerdings nicht trennscharf.
Existenzielle Intelligenz
Philosophen, Priester und Schriftsteller besitzen meist einen ausgeprägten spirituellen Intellekt. Sie stellen grundlegende Fragen über die Welt und die Menschheit und entwickeln dazu auch Antworten. Sie gehen der Herkunft und Zukunft von Dingen auf den Grund und ordnen gesellschaftliche Beobachtungen in einen Gesamtkontext.Auch Manager brauchen dieses Talent, wenn sie Mitarbeitern etwa den Sinn ihrer Arbeit verdeutlichen wollen.
extrinsisches Interesse
Psychol.) von außen her [angeregt], nicht aus eigenem inneren Anlass erfolgend, sondern aufgrund äußerer Antriebe.siehe auch: intrinsisches Interesse
Forschung
„Forschung ist die geistige Tätigkeit mit dem Ziele, in methodischer, systematischer und nachprüfbarer Weise neue Erkenntnisse zu gewinnen.” (BVerfGE 35, 113)
Interpersonale Intelligenz
Wer sie besitzt, kann die Motive und die Wünsche anderer erkennen und verstehen. Solchen Menschen fällt es entsprechend leichter, die persönlichen Stärken anderer zu stimulieren.Gute Lehrer, Verkäufer und Politiker verfügen fast immer über diese Form der Empathie.
Intrapersonale Intelligenz
Sie wird nur von wenigen beherrscht und viel zu oft unterschätzt. Menschen mit dieser Begabung haben die Fähigkeit, sich selbst zu erkennen. Sie verstehen, was sie antreibt, wo ihre Stärken liegen und erreichen so einen Abgleich zwischen den eigenen Wünschen und realistischen Zielen. Häufig sind sie deshalb auch die glücklicheren Menschen. Erfolgreiche Künstler, Schriftsteller und Schauspieler verfügen über diese Begabung. Für Manager sollte sie Pflicht sein.
intrinsisches Interesse
(Psychol.) von innen her, aus eigenem Antrieb durch Interesse an der Sache erfolgend, durch in der Sache liegende Anreize bedingt.siehe auch: extrinsisches Interesse
Kinästhetische Intelligenz
Auch körperliches Geschick zählt zur Intelligenz: Kaum einer beherrscht die Fähigkeit, seinen Körper so vielgestaltig und » geschickt einzusetzen wie der Tänzer oder Pantomime. Sie sind in der Lage, mit Körperbewegungen und Gesten die Welt auszudrücken: Konkretes wie den Schmetterling oder Meereswogen, Abstraktionen wie Freiheit oder Knechtschaft.Nicht nur Schauspieler benötigen diese Fähigkeit, sondern auch Sportler oder Chirurgen. Ein Arzt, der beispielsweise am offenen Herzen operiert, braucht ebenso geschickte Fingerfertigkeiten wie Körperbeherrschung.
Kognition
Gesamtheit aller Prozesse, die mit dem Wahrnehmen und Erkennen zusammenhängen.Kognition ist eine ungenaue Sammelbezeichnung für alle Vorgänge und Inhalte, die mit dem Gewahrwerden und Erkennen zusammenhängen. Kognition ist Ausdruck für jeden Prozess, durch den ein Lebewesen Kenntnis von einem Objekt erhält oder sich seiner Umwelt bewusst wird. Zur Kognition zählen: Wahrnehmung, Erkennen, Vorstellung, Urteilen, Gedächtnis, Lernen, Erinnerung, Denken, aber auch Vermutung, Erwartung, Plan und Problemlösen.
Kognitive Akkommodation
"Ich stelle mich ein oder passe mich an."Anpassung an vorfindbare Besonderheiten, um neue Erfahrungsinhalte assimilierbar zu machen. Einstellung auf eine spezielle Situation oder Anforderung (bei uns allgemein: gestalten).Unter Akkommodation versteht Piaget, die auf die Geisteskräfte eindringende Eigengesetzlichkeit der Objektwelt. Somit ist die Akkommodation eine stärker reaktive Funktion, da auf äußere Reize im Allgemeinen sofort mit einem angepassten Schema reagiert wird. Sie tritt nur dann auf, wenn es eine Diskrepanz oder Störung gibt, für die der Organismus noch kein bewährtes Schema besitzt. Wenn z.B. ein Säugling irgend ein visuelles Element in das invariante Muster einer Kinderrassel assimiliert (Schütteln ergibt Lärm) und ergreift nun gerade einen anderen ähnlich geformten Gegenstand, bei dem z.B. das auditive Element des Rasselns aus bleibt, wird sich die Aufmerksamkeit des Kindes auf vorhandene taktile oder visuelle Schemata richten. Die wiederum eine Unterscheidung ermöglichen. Ist diese Unterscheidung getroffen, dann werden die neuen Elemente mit den alten, durch Adaption zu einem neuen kognitiven Schema zusammengefügt. Nach Piaget setzt ein so entstandenes Gleich-gewicht die optimale Balance zwischen Akkommodations- und Assimilationsaspekten voraus.
Kognitive Assimilation
"Ich stelle Äußeres in mein System und passe es an.""Einverleiben" bzw. Einpassen neuer Erfahrungsinhalte an vorhandene Strukturen. Piaget definiert Assimilation (von lateinisch assimilare = angleichen, nämlich von Elementen aus der Umwelt an vorgegebene Strukturen des Organismus) als die auf die Objektwelt zugreifende Geisteskraft des Menschen. Demnach meint Assimilation im Wesentlichen ein aktives Interpretieren, Einordnen oder Deuten von Objekten und Ereignissen der Außenwelt in Begriffen der eigenen, gerade verfügbaren und bevorzugten Art, über diese Dinge zu denken. In den Anfängen ist die Assimilation im Wesentlichen die Nutzung der Außenwelt durch das Subjekt, um die ihm angeborenen oder erworbenen Schemata zu stärken und zu vertiefen. Wenn für ein Kind zum Beispiel ein Klötzchen zum Auto wird, dann assimiliert es das Klötzchen an das eigene kognitive Konzept eines Autos.
Kognitivismus
Der Kognitivismus ist ein theoretischer Ansatz der Psychologie, der sich in Abgrenzung zum Behaviorismus entwickelt hat. Er betrachtet innerpsychische Vorgänge als Informationsverarbeitungsprozesse, mit denen sich Vorgänge wie Auffassung, Lernen, Planung, Einsicht und Entscheidungen erklären lassen.In Analogie zu technischen Systemen wird davon ausgegangen, dass das Gehirn Eingaben verarbeitet und daraus Ausgaben generiert. Das grundsätzliche Kommunikationsmodell mit Sender, Übertragung (über ein Medium) und Empfänger kann so auf Instruktion angewendet werden.Eine besonders wichtige Rolle spielen kognitive Entwicklungstheorien, deren führender Vertreter Jean Piaget zwei grundlegende Lernprozesse als Austauschvorgänge mit der Umwelt beschreibt. Er geht dabei davon aus, dass Handlungsweisen in sogenannten „Schemata” zusammengefasst werden. Beim Prozess der Akkommodation (siehe: Kognitive Akkommodation) wird ein bestehendes Schema der Umwelt angepasst, dagegen wird bei der Assimilation (siehe: Kognitive Assimilation) ein Schema angewendet und damit die Umwelt verändert.Aus der Sicht des Kognitivismus wird angenommen, dass Handlungen zielgerichtet sind und durch aktive Informationsverarbeitungsprozesse gesteuert werden, wobei zur Steuerung Pläne verwendet werden, die auf dem Hintergrund von gespeicherten Informationen (Wissen) eingesetzt werden.
Kompetenz- management
Kompetenzmanagement ist eine noch relativ neue Methodik, die man als spezielle Disziplin des schon länger eingeführten "Wissensmanagement" verstehen kann. Kompetenz bedeutet in diesem Zusammenhang die Fähigkeit, Wissen sinnvoll für die Bewältigung von Aufgaben nutzen zu können. Ein weiterer Unterschied: Während Wissensmanagement teilweise zum Ziel hat, Wissen von Mitarbeitern in technischen Systemen (Expertensystemen) verfügbar zu machen, steht beim Kompetenzmanagement der Mensch im Vordergrund.Kompetenz-Lücken in Unternehmen:• Kompetenzen der Mitarbeiter (fachlich und überfachlich) werden nicht bekannt gemacht• kein Soll-Ist-Abgleich zwischen geforderten und vorhandenen Kompetenzen• externe Qualifizierungsangebote werden nicht publiziert• zu geringe Unterstützung bei selbstorganisiertem Lernen
Konstruktivismus
Der Konstruktivismus ist zunächst eine erkenntniskritische Theorie. Abgeleitet aus seinen erkenntniskritischen Thesen ist er auch eine Lerntheorie, deren Kernthese es ist, dass Lernende im Lernprozess eine individuelle Repräsentation der Welt schaffen. Was jemand unter bestimmten Bedingungen lernt, hängt vor allem von der lernenden Person selbst und ihren Erfahrungen ab. Kersten Reich beschreibt dies in seinem Ansatz als ein• Rekonstruieren (Entdecken von Welt), als ein• Konstruieren (Erfinden von Welt) und als ein• Dekonstruieren (Kritisieren von Welt).Der Konstruktivismus vertritt die These, dass diese Re-, De- und Konstruktion stets an die Handlungen der Lerner geknüpft ist. Hierbei wirken der subjektive Eigenanteil der Lernenden mit der sozial-kulturellen Lernumgebung zusammen. Im Sinne der konstruktiven Seite ist Lernen dann am effektivsten, wenn die Lernenden ihren Lernprozess umfassend selbst steuern können. Jede lernende Person weiß nach dieser Theorie am besten selbst, wie sie effektiv lernen kann. Allerdings setzt dieses Wissen eine Methodenkompetenz voraus, die erst in längeren Lernprozessen erworben werden muss.Die konstruktivistische Lerntheorie plädiert insbesondere für Lernformen, in denen die lehrende Person nicht bloß Wissensvermittler, sondern ein Lernprozessberater ist. Die lehrende Person soll sich bei konstruktiven Methoden eher im Hintergrund halten, Lernangebote schaffen, Wissensquellen (wie zum Beispiel das Internet) bereitstellen und den Lernprozess beobachten. Lernende sollten „Kulturtechniken” in offenen Unterrichtssituationen und auch konstruiertes Wissen verfestigen, um diese/dies abstrahieren zu können. Ziel sei, zu höheren Erkenntnissen zu gelangen. Eine umfassende Darstellung und Begründung konstruktiver und systemischer Methoden findet sich im Methodenpool von Kersten Reich.Für eine konstruktivistische Lehr- und Lerntheorie gibt es mittlerweile unzählige Beispiele vor allem im englischen Sprachraum. Im deutschen Sprachraum ist die konstruktivistische Lerntheorie neben der Schule vor allem in der Erwachsenenbildung und Weiterbildung breit entwickelt. Einschlägige Einführungen finden sich bei Kersten Reich, Rolf Arnold und Horst Siebert.
Kreativität
zu lateinisch creare: erschaffen,die Fähigkeit, Neues zu erfinden, Bekanntes in einen neuen Zusammenhang zu stellen oder von hergebrachten Denk- und Verhaltensschemata abzuweichen. In der Psychologie werden der Kreativität zugeordnet:• Originalität (Dinge oder Beziehungen neu erkennen),• Flexibilität (ungewöhnlicher aber sinnvoller Gebrauch von Gegenständen),• Sensitivität (Probleme bzw. bisher missachtete Zusammenhänge erkennen),• Flüssigkeit (Abweichen von gewohnten Denkschemata) und• Nonkonformismus (auch gegen gesellschaftlichen Widerstand sinnvolle Ideen entwickeln).Über die Entstehung von Kreativität und den Zusammenhang mit anderen geistigen Leistungen ist bisher wenig bekannt. Es gibt jedoch zahlreiche Untersuchungen zur „kreativen Persönlichkeit” und Versuche zur Entwicklung von Kreativitätstests. Sicher hat Kreativität als Erfindungsgabe auch eine wichtige biologische Funktion als Möglichkeit zur Selbsterhaltung.Kreativität ist inzwischen ein Alltagswort in der deutschen Sprache. Sein Gebrauch ist jedoch relativ neu. Noch das Duden-Fremdwörterbuch von 1966 schreibt: „Kreativ (lat.-nlat.): selten für schöpferisch”. Heute gilt eher: „schöpferisch: selten für kreativ”.Wörter mit einer gewissen Verwandtschaft mit „kreativ”:schöpferisch, originell, produktiv, gestaltend, göttlich, genial, musisch, künstlerisch, poetisch, kunstvoll, handwerklich, erfinderisch, innovativ, ingeniös, ideenreich, einfallsreich, phantasievoll, bahnbrechend, intuitiv, lebendig, vielfältig, merkwürdig, eigen, gestaltet, öffnend, überraschend, geistreich, inspirierend, komponiert, einmalig (Unikat), ungewohnt, genial, spielerisch, unbegangenen Weg findend, klug, erfrischend, frisch, neu, spontan, mutig, querdenkend, unkonventionell, bunt, richtungweisend, bereichernd.
Lehre
„Lehre ist die wissenschaftlich fundierte Übermittlung der durch Forschung (siehe: Forschung) gewonnenen Erkenntnisse.” (BVerfGE 35, 113)
Lernen
Lernen wird verstanden als Interaktion eines Organismus mit der Umwelt. Lernen ist der Prozeß, der einen Organismus veranlasst sich auf veränderte Umweltbedingungen einzustellen um sein Überleben zu sichern. Die Grundlage dieses Lernverständnisses liegt in der Nervenbiologie, empirisch gewonnen durch Tierbeobachtungen.Was geschieht wenn der Mensch lernt, wird mit einer Metapher aus der Informatik beschrieben: Informationsverarbeitung. Lernen geschieht zwischen input und output. Der Lernende gleicht einem Prozessor, der Informationen annimmt, verarbeitet und sie wieder nach außen abgibt. Lernen ist abhängig von den Reizen (input). Wenn das Verhalten in Situation 1 anders ist als in einer vergleichbaren Situation 2, dann hat ein Lernvorgang stattgefunden. Die Disposition des Menschen hat sich verändert.Trotz des Forschrittes gerade in der empirischen Erforschung des Lernens seit Skinner ist klar, daß jede wissenschaftliche Definition von Lernen, immer vom jeweiligen disziplinären Standpunkt geprägt ist.Einige Beispiele:1. Lernen in der Perspektive der Biologie: Lernen ist das Wachstum von Dendriten (Enden der Nervenzellen) und die hieraus folgende Produktion von Synapsen, (Koppelstellen von Nerven) welche die Dendriten verbinden.2. Lernen in der Perspektive der Gehirnforschung: "Lernerfolg und gute Schulleistungen liegen also nicht nur in der absoluten Intelligenz des Einzelnen, sondern oft an der relativen Übereinstimmung zweier Muster, an der Möglichkeit oder Unmöglichkeit einer Resonanz".3. Lernen in der Perspektive der Wissenschaftstheorie des Konstruktivismus (siehe: Konstruktivismus): Lernen ist Rekonstruktion der Wirklichkeit durch das Subjekt.4. Eine mittelalterliche Definition: "Der Anfang des Lernens ist die Lesung, die Vollendung in der Meditation". So Hugo von St. Victor.5. Eine sehr frühe Definition von Sokrates: "Lernen ist Erinnern von Informationen, die bereits seit Generationen in der Seele des Menschen wohnen."
Mathematische Intelligenz
Darunter verstehen Experten die Fähigkeit, abstrakt zu denken und logische Schlussfolgerungen zu ziehen. Derart talentierte Menschen beherrschen den Umgang mit Beweisketten. Sie erkennen Ähnlichkeiten und Regeln zwischen Dingen, Zahlen, Mengen.
Musikalische Intelligenz
Musiker entdecken ihr Talent meist schon in frühen Jahren. Keine andere Gabe wird früher offenkundig als das Talent für Töne, Rhythmen und Noten.
Naturalistische Intelligenz
In diesem Bereich bewegen sich erfolgreiche Förster, Botaniker, Biologen, Tierärzte und Umweltexperten. Sie benötigen eine stark ausgeprägte Sensibilität für Natur und ihre Produkte. Auch Spitzenköche gehören zu dieser Gruppe. Sie sind in der Lage, Pflanzen einzuordnen, zu unterscheiden und zu kombinieren.
Räumliche Intelligenz
Derart Begabte können Formen, Räume und Gegenstände visuell erfassen, sie denken häufig dreidimensional und experimentieren gedanklich mit den Bildern. Dadurch geben sie ihren Ideen Gestalt.
Sprachliche Intelligenz
Sie beschreibt die Fähigkeit, mit Wörtern umzugehen. Eloquente Menschen formulieren treffsicher, was sie gerade denken oder fühlen. Sie verfügen über einen großen Sprachschatz, der es ihnen ermöglicht, sowohl das eigene Handeln zu reflektieren als auch andere zu verstehen.
Student
„Die Studenten sind keine Schüler und nicht bloße Objekte der Wissensvermittlung, sondern sie sollen selbständig mitarbeitende, an den wissenschaftlichen Erörterungen beteiligte Mitglieder der Hochschule sein.” (BVerfGE 35, 125)
Wissenschaftliche Tätigkeit
„Wissenschaftliche Tätigkeit ist alles, was nach Inhalt und Form als ernsthafter, planmäßiger Versuch zur Ermittlung der Wahrheit anzusehen ist.” (BVerfGE 35, 113)
Language: English
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